LERNEN

„Zuerst die Musik mit ihrem Rhythmus und ihrer Melodie, als zweites das Gefühl, als drittes die Eleganz, als letztes die Figuren. So tanzt man Tango!“

“Ein guter Tänzer ist jemand, der auf die Musik hört… Wir tanzen die Musik, nicht die Schritte. Jeder der danach strebt zu tanzen, denkt nicht daran, was er tun wird. Was ihn interessiert, ist der Musik zu folgen. Weißt Du, wir sind Maler. Wir malen die Musik mit unseren Füßen. ” – (Carlos Gavito)

 


UNTERRICHTSANGEBOTE IN BAD OEYNHAUSEN

Wir haben vor eine Sonntags-Tango-Praktika-Frühschoppen anzubieten. Für Anfänger ohne Ahnung vom Tango aber mit großer Lust ins Tangolernen einzusteigen. Aber auch für alle, die einfach dabei sein möchten. – Kostenlos, unverbindlich und mit viel Spaß am Lernen von den Anderen. Auch unterstützt durch Youtube-Videos und von Tangotänzerinnen/-tänzern, die ihr Können und Erfahrungen weitergeben möchten. Soll auch viel „gefachsimpelt“, diskutiert und gelacht werden. – Wie ist Eure Meinung zu dieser Idee? – Schreibt es uns ins Kontaktformular.


AUßERHALB LERNEN

Einige Empfehlungen von Tom Stermitz
Colorado, USA:
(aus dem polnischen Übersetzt von Alfred Behrendt)

Noch eine Anmerkung des Übersetzers: “Bitte nicht alle Empfehlungen von Tom Stermitz ernst nehmen!”

    • “Höre” die Musik.
      Wenn Du nicht mit dem Tango groß geworden bist, wird es lange dauern bis Du die Musik “hörst” und ausdrücken kannst. Diese Fähigkeit beschleunigt Deine Fortschritte sehr.
    • Tanze Minimum 10 Stunden pro Woche, ein Jahr lang.
      Das bedeutet 3 Tage in der Woche. Wenn Du nur 3 Stunden pro Woche tanzt, wirst Du 3,5 Jahre „arbeiten“ müssen um den selben Effekt zu erzielen.
    • Nehme am Privat- und Gruppenunterricht teil, wechsle Deine Partner und nehme an Milongas teil.
      Nur Privat- oder nur Gruppenunterricht, sowie das Tanzen mit nur einem Tanzpartner ist mit Sicherheit verkehrt.
    • Die Tänzer sollten Unterricht bei mehreren Tanzlehrern mit unterschiedlichen Tanzstilen nehmen.
      Sie sollen die Vielfalt der Stile und Techniken sehen bevor sie einen eigenen Stil entwickeln. Ohne die differenzierten Konzepte des Tango wirken die Herren steif oder sind sehr in ihren Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkt, unabhängig davon wie viel Fähigkeiten sie in ihrem Stil erreicht haben.
      Das Nachahmen eines Lehrers, egal ob er einer der Besten ist, ist nicht gleichbedeutend mit der Echtheit des Tangotanzens.
    • Die Tänzerinnen sollten Unterricht bei verschiedenen Lehrern mit unterschiedlichen Tanzstilen nehmen.
      Sie sollten sich auf den Partner einstellen können. Fehler, den man oft beobachtet, ist das Studieren der Technik mit nur einem Lehrer, und anschließendes Testen dieser Technik mit anderen Tanz-Partnern. Diese Tänzerinnen sind sich nicht im Klaren, dass Tango viele Stile, viele Tänzer und viele Techniken hat. Fünf Privatstunden bei einem Meister lehrt Dich wie Du mit ihm sein Stil tanzen sollst, aber nicht wie Du mit anderen 50 Tänzern klar kommen sollst. Es ist nicht einfach zwischen der spezifischen, einem Stil untergeordneten Technik und der universellen Technik, die viele Stile abdeckt, zu differenzieren. Insbesondere, weil sehr viele Lehrer behaupten, dass „absolut auf diese Art getanzt werden muss“ und damit oft der „absoluten“ Wahrheit des Vor-Lehrers in Frage stellt.
    • Besuche andere Tango-Gruppen.
      Das Tanzen in dem immer selben Lokal, in der selben Stadt, in dem selben Tanzsaal und bei dem selben Tanzlehrer wird die Entfaltungsmöglichkeiten sehr einschränken.
    • Definiere immer wieder neu was der Tango für Dich ist.
      Der Tango ist sehr vielschichtig und jede neue Schicht scheint echter zu sein als die Vorige. Dies ist der erste Hinweis darauf, dass Du noch nicht „fertig“ bist, ein Moment in dem Du der Meinung bist, dass Du begriffen hast, was Tango ist und beginnst andere zu unterrichten. (Ich selbst war einer von denen, die mit Unterrichten anfingen bevor sie selbst „fertig“ waren – auch wenn die Tango-Szene damals noch sehr jung war, und dieses als Entlastend für mich gelten sollte). Nach meinen ersten Stunden des Unterrichtens revidierte ich sofort meine Meinung zum Tango. Erst Dann wurde mir klar, und das war sehr wichtig, dass ich selbst noch sehr viel lernen musste.
    • Besuche Argentinien.
      Es bedeutet nicht, dass Argentinien das Monopol für den Tango besitzt, jedoch solltest Du den Tango in seiner natürlichen Umgebung sehen und Fühlen. Stell Dir vor Salsa in irgendeinem Saal zu lernen ohne jemals gesehen zu haben, wie die echten Tänzer es tun. Außerhalb von Argentinien ist der Tango ein angeeigneter Tanz, etwas was wir lernen, eine „zweite Kultur“ und wir haben nur wenige lokale Beispiele was der Tango wirklich ist und wie er aussieht.
      Ich kümmere mich nicht darum wie gut die hier auftauchenden Tanzlehrer sind oder wie gut Du ihre Schritte nachahmen kannst. Tango ist eine Sprache. Um diese fließend und mit dem richtigen Akzent zu sprechen muss man hören wie „Native Spakers“ diese Sprechen. Manche Lehrer sagen zum Beispiel, dass der Tango nichts mit dem „Latino-Hüftschwung“ zu tun hat. Jeder der den Tango in Argentinien gesehen hat bemerkte darin viele Elemente der Latino-Sprache und darin enthalten war der Hüftschwung.